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AKTUELLES

Aktuelles | 25.11.2025 21:07

Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.

Zur freien Weitergabe: Wichtige Information zur aktuellen Diskussion über "einfachere Prüfungen" und "günstigere Führerscheine" ab 2026

So schnell werden Führerscheinkosten nicht sinken - wenn überhaupt

Durch die Veröffentlichungen des Bundesverkehrsministeriums im letzten Monat und den anschließenden Medienberichten, ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass der Führerscheinerwerb bereits ab 2026 günstiger und die Prüfungen einfacher werden sollen. Diese Ankündigungen haben bei Fahrschülerinnen und Fahrschülern, die bereits ihre Ausbildungen begonnen haben oder in Kürze planen sie zu beginnen, zu viel Unsicherheit geführt. Einige möchten ihre Ausbildung verschieben, unterbrechen oder erst im nächsten Jahr beginnen.

 

Wir möchten daher sachlich und transparent darüber informieren, wie der tatsächliche Sachstand heute ist:

  1. Es gibt aktuell keinen beschlossenen Gesetzesrahmen
    Bislang existieren nur politische Bekundungen und ein sogenanntes „Eckpunktepapier“, aber nicht einmal ein beschlossener Gesetzesentwurf.
  2. Neu gebildete Arbeitskreise beginnen ihre Arbeit gerade erst
    Die zuständigen Facharbeitsgruppen wurden neu eingerichtet. Die Eckpunkte werden jetzt diskutiert und bis Ergebnisse vorliegen, kann es mehrere Monate dauern.
  3. Frühester nächster Schritt: Verkehrsministerkonferenz März 2026
    Bis zu dieser Konferenz der Landesminister soll ein Vorschlag erarbeitet werden. Selbst bei vollständiger Einigkeit folgen noch einige weitere notwendige Schritte.
  4. Ein Inkrafttreten ist noch nicht absehbar
    Angestrebt wird nach dieser Konferenz die Veröffentlichung eines konkreten Gesetzesentwurfs, der dann aber noch die vorgeschriebenen parlamentarischen Hürden nehmen muss. Bisher konnte auch noch niemand der Verantwortlichen die Frage beantworten, um wieviel der Führerschein tatsächlich günstiger wird oder werden soll.
  5. Wichtige Hinweise für Fahrschülerinnen und Fahrschüler:
    Gefahr ablaufender Prüfaufträge und AnmeldungenWenn Sie Ihre Ausbildung unterbrechen oder verschieben, besteht die Gefahr, dass:
  • Ihr bestehender Prüfauftrag oder Ihr Ausbildungsvertrag abläuft,
  • Theorie- oder Praxisanmeldungen verfallen oder sogar
  • sämtliche Unterlagen neu beantragt werden müssen.

Das verursacht zusätzlichen Zeitaufwand, kann zusätzliche Kosten nach sich ziehen und verzögert den Zeitpunkt, zu dem Sie Ihren Führerschein erhalten können.

Was bedeutet das für Ihre Ausbildung?

  • Ihre laufende Ausbildung ist sicher und unverändert gültig.
  • Ein Abwarten bringt keinerlei Vorteil, da es bis zum Sommer 2026 keine neuen Regeln geben wird.
  • Ein Abbruch oder eine Pause kann im Gegenteil zu Zeitverlust, zusätzlichen Kosten und mehr Fahrstunden führen.

Wir empfehlen Ihnen daher dringend, Ihre Ausbildung wie geplant fortzusetzen, um ohne unnötige Verzögerungen Ihren Führerschein zu erhalten.

 

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kopp
Vorsitzender

 

Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.

Mittlerer Pfad 5

70499 Stuttgart

Telefon: +49 711 8265363-0

Telefax: +49 711 8265363-49

E-Mail: info@bvf-deutschland.de

Internet: www.fahrlehrerverbaende.de

 

Diese Veröffentlichung kann gerne von der Presse übernommen werden.

Aktuelles | 30.10.2025 12:28

Verkehrsminister P. Schnieder möchte Kosten für Führerschein senken

Führerscheinkosten senken

Verkehrsminister P. Schnieder informiert die Öffentlichkeitdarüber, was er an der Führerscheinausbildung verändern möchte, damit der Führerschein günstiger wird

 

Liebe zukünftige Fahrschüler, liebe Eltern,

am 16.10.2025 stellte Verkehrsminister P. Schnieder seine Ideen vor, wie er die Führerscheinausbildung reformieren möchte, damit die Führerscheinausbildung günstiger wird. Wir sehen in seinen Vorschlägen nur wenig Potenzial für eine Kostenreduzierung. Wir sehen in anderen Maßnahmen jedoch viel Potenzial.

Führerschein günstiger – aber wie?

Das Bundesverkehrsministerium plant Reformen zur Senkung der Führerscheinkosten. Aus Sicht des Landesverbandes der Hessischen Fahrlehrer sind die Einsparpotenziale jedoch begrenzt:

  • Simulatoren werden in Fahrschulen bereits seit Jahren eingesetzt – die Ausbildungskosten sind dennoch gestiegen.
  • Wegfall von Präsenzpflichten im Theorieunterricht bedeutet nicht, dass Fahrschulen keine Räume mehr benötigen: Simulatoren, Anmeldung, Sozialräume und Beratung brauchen Platz.
  • Reduzierung der Sonderfahrten (Überland, Autobahn, Nacht) birgt Risiken: Gerade bei diesen Fahrten verunglücken Fahranfänger überdurchschnittlich häufig. Verantwortungsvolle Fahrlehrer stellen ihre Schüler nur dann zur Prüfung vor, wenn sie auch diese Fahraufgaben sicher beherrschen.

Echte Einsparungen sind möglich – durch gute Vorbereitung:

  • Frühzeitig bewusst am Straßenverkehr teilnehmen, z. B. Eltern beim Fahren beobachten.
  • Vor Ausbildungsbeginn mit dem Thema Autofahren beschäftigen: tanken, Motorhaube öffnen, Licht und Assistenzsysteme u.a.m. verstehen.
  • Mentales Training zu Hause: Handlungsabläufe aus der Fahrstunde gedanklich durchgehen.
  • Simulatoren und Lern-Apps intensiv nutzen – nicht nur auswendig lernen.
  • Fahrschule bewusst auswählen und frühzeitig einen Ausbildungsplan erstellen.
  • Regelmäßige Lernkontrollen und strukturierte Ausbildung helfen, die Ausbildung in 4–6 Monaten erfolgreich abzuschließen.

Das größte Einsparpotenzial liegt bei Ihnen, liebe Fahrschüler und Fahrschülerinnen:

  1. Suchen Sie sich Ihre Fahrschule bewusst aus
  2. Priorisieren Sie Ihre Führerscheinausbildung: bereiten Sie sich gut vor und bleiben Sie "am Ball"

Damit können Sie viel Geld sparen.

Aktuelles | 06.04.2025 21:14

Verkehrsministerkonferenz April 2025

Verkehrsministerkonferenz April 2025: Führerscheinkosten müssen gesenkt werden

 

Liebe Mitglieder des Fahrlehrerverbandes Hessen, liebe Leser unserer News

am 2. und 3. April tagte die Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg. Ein für uns zentrales Thema auf der Tagesordnung war die Reform der Fahrschulausbildung. Die Verkehrsminister haben sich darauf verständigt, dass die Führerscheinkosten gesenkt werden müssen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sieht man in der Reduzierung der Anzahl der Fragen in der theoretischen Prüfung. Dadurch erhofft man sich, dass die Bestehensquote steigt und somit die Kosten gesenkt werden können.

Die VMK sieht die stetig steigenden Kosten für den Erwerb eines Führerscheins als Hemmnis für die individuelle Mobilität und fordert den Bund auf, effektive Maßnahmen zur Eindämmung der Kosten umzusetzen. Ob die Suche nach weiteren Einsparmöglichkeiten dazu führen könnte, dass die angedachte Reform der Fahrschülerausbildung nochmals überdacht und geändert wird, lässt sich nicht seriös beantworten. Die noch nicht abgeschlossene Regierungsbildung wird den vorgesehenen Zeitplan der Implementierung der Reform der Fahrausbildung jedoch sicherlich weiter verschieben.