MPU – Zahl der Untersuchungen sinkt
17.09.2018
88.035 Personen mussten sich im Jahr 2017 im Rahmen einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) begutachten lassen. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gesunken. Dies berichtet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), die die bundesweite Statistik jährlich fortschreibt.
Der häufigste Grund für eine MPU ist Alkohol (erste Auffälligkeit) mit 28 %, gefolgt von Drogen und Medikamenten mit 26 %.
Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol 18 %.
Alkohol wiederholte Auffälligkeit 11 %.
Alkohol & verkehrs- oder strafrechtliche Delikte 5 %.
körperliche Mängel 1 %.
Sonstige Auffälligkeiten 11 %.
Rund 60 % der Untersuchten werden als geeignet für die Teilnahme am Straßenverkehr begutachtet. Ca. 36 % werden als ungeeignet begutachtet und der Rest wird als „Nachschulungsfähig“ eingeschätzt.
Die alkoholbedingten Untersuchungen nahmen in den letzten Jahren ab. Die Zahl der Untersuchungen aufgrund von „Betäubungsmitteln“ nahm gegenüber dem Jahr 2016 um 4 % zu. Allerdings ist die Anzahl der Untersuchungen aufgrund von alkoholbedingten Auffälligkeiten immer noch deutlich höher. 39170 alkoholbedingte Untersuchungen gegenüber 23205 Untersuchungen mit dem Anlass Betäubungsmittel.
Wird eine Untersuchung nicht „bestanden“, kann sie nach einem gewissen Zeitraum wiederholt werden. Bei dem Untersuchungsergebnis „nachschulungsfähig“, wird die Fahrerlaubnis nach dem Besuch eines entsprechenden Kurses wieder erteilt.
Die Informationen stammen von der bast (Bundesanstalt für Straßenwesen). Nähere Informationen können Sie von der Internetseite der bast entnehmen.